Politik : Berlin ist Drittletzter

Die Hauptstadt fällt beim Vergleich deutscher Großstädte durch

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Berlin (sib/mne). Berlin ist fast Schlusslicht: In einem AttraktivitätsVergleich von 50 deutschen Städten, den die „Wirtschaftswoche“ und die Initiative Soziale Marktwirtschaft gemeinsam in Auftrag gegeben haben, liegt die Hauptstadt auf Platz 48. Schlechter als Berlin haben nur die Städte Leipzig und Halle abgeschnitten. München dagegen ist Spitzenreiter: Die bayerische Landeshauptstadt wird als Stadt mit der höchsten Lebensqualität und Wirtschaftskraft in Deutschland bewertet, gefolgt von Frankfurt (Main), Stuttgart, Mainz und Düsseldorf. In der kommunalen Vergleichsstudie wurde die Attraktivität der Städte nach fünf Kriterien bewertet: Wohlstand, Arbeitsmarkt, Standortqualität, Wirtschafts- und Sozialstruktur sowie die finanzielle Lage der Kommunen.

Für den Berliner Senat ist das Ergebnis dieser Umfrage nichts Neues. „Die Daten sind bekannt“, sagte Senatssprecher Michael Donnermeyer. Berlin habe historisch viele Zäsuren erlebt: Durch die Teilung und die Wiedervereinigung seien tausende von industriellen Arbeitsplätzen verloren gegangen. Auch sei die finanzielle Belastung nach dem Wegfall der Bundessubventionen in den 90er Jahren nicht mehr allein zu tragen gewesen. Deshalb will Berlin vor dem Bundesverfassungsgericht Unterstützung von Bund und Ländern in Höhe von 35 Milliarden Euro einklagen. Die Berliner Politik wies auch darauf hin, dass die Stadt bei den Gründungsinitiativen auf Platz neun liege – und für junge Unternehmer „durchaus attraktiv“ sei.

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