Politik : Berlin nimmt Abschied von Harald Juhnke

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Berlin Der große Schauspieler und Entertainer Harald Juhnke ist tot. Am Freitag starb er in einem Krankenhaus in Brandenburg, teilte seine Frau Susanne Juhnke mit. Bundespräsident Horst Köhler schrieb in seinem Beileidstelegramm an die Familie, Juhnke habe es auf einzigartige Weise verstanden, sein Publikum charmant zu unterhalten. Der Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) nannte Juhnke einen „Berliner mit Leib und Seele“. Berlin verneige sich vor einem seiner großen Söhne. Freunde, Kollegen und Bekannte loben Juhnkes Witz und Gleichmut, und dass er sich nie als Star aufgespielt habe.

Seit 2001 hatte Juhnke bereits in einem Pflegeheim für Demenzkranke gelebt, seitdem hatte sich sein Gesundheitszustand beständig verschlechtert. Die Krankheit war auch durch die jahrelange Alkoholabhängigkeit befördert worden, unter der Juhnke litt und wegen der er immer wieder Auftritte absagen musste. Die letzten drei Tage hatte der 75-Jährige nach Aussagen eines Arztes in einem Krankenhaus verbracht. Letztlich sei der Volksschauspieler an allgemeiner körperlicher Schwäche und Herzversagen gestorben.

Harald Juhnke wurde 1929 in Berlin geboren, als 19-Jähriger begann er seine Karriere auf der Bühne. Zu seinen größten Theatererfolgen zählte die Rolle des „Hauptmann von Köpenick“, die von vielen Kritikern und Fans als seine Paraderolle beschrieben wurde. Im Fernsehen errreichte er mit der Samstagabendshow „Musik ist Trumpf“ fantastische Einschaltquoten. Zu sehen war er auch in Serien wie „Drei Damen vom Grill“ und Filmen wie „Der Trinker“. Harald Juhnke war zwei Mal verheiratet und hatte drei Kinder. Tsp

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