Politik : Berufen

Matthias Meisner

Foto: Rückeis / Montage: DP

HINTER DEN LINDEN

Berufswunsch: Lokomotivführer. Angeblich steht der bei kleinen Jungen nach wie vor ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Heißt es zumindest auf der Homepage des Rheinischen Industriebahn-Museums in Köln. Aber wenn die Jungs mal groß geworden sind? Stehen dann nicht andere Jobs höher im Kurs? Journalist vielleicht, Politiker? Oder doch eher Bankdirektor oder Arzt?

Reinhard Bütikofer, 50, hat sich diese Frage gerade auch gestellt – nach Lektüre der „Super Illu“. Die Ost-Illustrierte hat Bütikofer gerade in einem Quiz verpackt, zusammen mit Fragen etwa nach der Höhe des Eiffelturms oder dem Denkmal vor dem Berliner Schauspielhaus: Beethoven, Mozart, Goethe oder Schiller? Bütikofer wiederum könnte demnach a) Parteichef der Grünen, b) Sternekoch in München, c) Schweizer Lyriker oder d) Fußballstar in Bremen sein. Wir hier hinter den Linden wollen es den Lesern der „Super Illu“ nicht zu einfach machen. Vielleicht nur verraten, dass Bütikofer – nun, in die Rolle des Fußballstars fügt er sich irgendwie nicht. Aber Sternekoch in München, das wäre schon was. Rein äußerlich…

„Viele sind berufen, aber nur wenige a) schaffen es, b) kommen durch, c) sind auserwählt oder d) merken es“, heißt es in einer weiteren Frage der Zeitschrift. Wir jedenfalls hätten schon gern gewusst, ob Bütikofer beim Ost-Leser als Sternekoch durchkommen wird. Oder doch bemerkt wird als Lyriker? Die Kollegen der Redaktion von „Super Illu“ fragen wir, ob eines der als Preis fürs Ratespiel ausgelobten Lexika „Psychologie“ für uns abgezweigt werden kann? Zu gern würden wir demnächst an dieser Stelle vertieft analysieren, was aus unseren Politikern noch werden kann.

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