Politik : Bester Hauptdarsteller: Durchbruch für Jamie Foxx

New York (28.02.2005, 08:51 Uhr) - Jamie Foxx ist zwar nicht der erste Afroamerikaner mit einem Schauspiel-Oscar - das haben vor ihm schon Sidney Portier (1964) und Denzel Washington (2002) geschafft. Aber der 37-Jährige ist als erster Schwarzer in diesem Jahr gleich mit zwei Nominierungen als bester Hauptdarsteller («Ray») und Nebendarsteller («Collateral») ins Rennen gegangen. Foxx hat den Doppelsieg zwar nicht geschafft, dafür ist mit Morgan Freeman ein anderer Schwarzer nach vielen Jahren im Filmgeschäft endlich auch gewürdigt worden.

«Es geht nicht darum, dass wir unser "schwarzes Ding" drehen», sagte Foxx nach dem Oscar-Gewinn. «Wir wollen einfach nur dazu gehören und unseren Beitrag zur Kunst leisten.» Spätestens seit Sonntagnacht gehört Foxx wirklich zu den wichtigsten Männern in Hollywood.

Der Schauspieler wurde als Eric Morlon Bishop in Texas geboren und wuchs bei seinen Großeltern auf. Dass er in der Rolle der Soullegende Ray Charles fast wie der Meister selbst in die Tasten greifen konnte, verdankt er seiner Großmutter Estrelle. Die hatte darauf bestanden, dass er sich schon in jungen Jahren ans Klavier setzte. Später studierte Foxx an der renommierten Musikakademie Juillard School in New York. Seine eigentliche Karriere begann jedoch als Stand-up- Komiker. Bekannt wurde er vor allem durch TV-Comedy-Shows wie «In Living Color» und «The Jamie Foxx Show».

Für den Auftritt «Ray» klebte er sich mit künstlichen Lidern die Augen zu und nahm etliche Kilo ab. Den schleppenden Gang und die charakteristische Kopfhaltung hat er sich von Ray Charles selbst abgeschaut: Er lernte den Musiker im Jahr vor dessen Tod kennen und freundete sich mit ihm an. Quincy Jones, einer von Charles' langjährigen Weggefährten, bescheinigte Foxx, dass er den Musiker brillant verkörperte. Zusammen mit Alicia Keys sang Foxx «Georgia on My Mind» bei den diesjährigen Grammy-Gala als Hommage an Ray Charles. (tso) ()

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