BESUCH IN DEN VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATEN : Abkommen und Abschlüsse

Kanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine umfassende Mitwirkung Deutschlands bei der Modernisierung der Golfregion angeboten. „Ich glaube, dass Deutschland sehr viele Beiträge zu dieser Modernisierung leisten kann“, sagte Merkel am Dienstag vor der Deutsch-Emiratischen Wirtschaftskommission.

Das Handelsvolumen mit den Emiraten belaufe sich bereits auf 6,6 Milliarden Euro und könne weiter anwachsen, sagte die Kanzlerin weiter. Sie sprach in Abu Dhabi auch Themen an, bei denen nicht leicht eine Einigung zu erzielen war. Insbesondere verwies sie darauf, dass es seit 18 Jahren nicht gelungen sei, ein Freihandelsabkommen zwischen Europa und dem Golf-Kooperationsrat auszuhandeln. Dies müsse umgehend geschehen, da „das Ganze nicht ein Projekt fürs Museum, sondern für das praktische Leben“ sei.

Bei der Rede vor der Wirtschaftskommission gab Merkel jedoch auch bekannt, dass in der Frage des lange strittigen Doppelbesteuerungsabkommens nunmehr eine Lösung gefunden worden sei.

Schon zum Auftakt der Kanzlerinnen-Reise unterzeichneten deutsche Firmen am Montag eine Reihe von Aufträgen. Darunter waren Bau- und Lieferverträge. Zur Delegation zählen Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube, Siemens-Chef Peter Löscher und BDI-Präsident Hans-Peter Keitel. Die Linde AG besiegelte mit der in Abu Dhabi ansässigen Firma Borouge einen Vertrag über den Bau einer Anlage zur Kunststoffherstellung im Volumen von umgerechnet rund 870 Millionen Euro. Die Siemens AG unterzeichnete Verträge über die Lieferung von Steuerungsanlagen zur Stromversorgung im Wert von rund 160 Millionen Euro. AFPMASDAR CITY]

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