Politik : Bewohner von „Christiania“ stimmen Kompromiss zu

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Kopenhagen - Die Bewohner des Kopenhagener „Freistaates Christiania“ haben einem Vorschlag der dänischen Regierung zur „Normalisierung“ der Eigentums- und Wohnverhältnisse zugestimmt. Wie eine Sprecherin der Alternativ-Kommune bestätigte, sprach sich eine klare Mehrheit der etwa 800 Bewohner des seit 35 Jahren besetzt gehaltenen Ex-Kasernengeländes für die Annahme eines am 1. April ausgelaufenen Ultimatums aus. Allerdings sollen 700 Gerichtsklagen gegen die Regierung wegen Verletzung bisher vereinbarter Regeln vorerst weiter betrieben werden. Die Bewohner von Christiania hatten bisher autonom bestimmt, wer in der Alternativ-Kommune ein Wohnrecht erhält. Nach den von der Regierung vorgeschlagenen neuen Regeln müssen die „Christianitter“ einen erheblichen Teil ihrer Entscheidungsgewalt über das Wohnrecht abtreten. Im Gegenzug will eine Bausparkasse eine weitgehende Sanierung der teilweise maroden Bauten finanzieren und dabei den speziellen Charakter des Geländes, das eine große Touristenattraktion geworden ist, unverändert lassen. Alle bisherigen Bewohner behalten ihr Wohnrecht. dpa

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