Beziehungen zu Russland : Schröder kritisiert US-Pläne für Raketenabwehr

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die von den USA geplante Raketenabwehr in Osteuropa als "politisch gefährliches" Projekt bezeichnet. Er sehe die Gefahr eines neuen Wettrüstens.

Schröder
Altkanzler Gerhard Schröder bei der Vorstellung seines Buches. -Foto: ddp

MoskauDas Raketenabwehrsystem werde von Moskau als eine "unsinnige Einkreisungspolitik gegen Russland" aufgefasst, sagte Schröder bei der Präsentation der russischen Ausgabe seiner Memoiren "Entscheidungen. Mein Leben in der Politik". Es bestehe die Gefahr eines erneuten weltweiten Wettrüstens. Schröder rief Deutschland dazu auf, seine Beziehungen zu nutzen, damit diese Projekt der USA nicht umgesetzt werde.

Schröder, der in der Vergangenheit mehrfach für seine Freundschaft und sein unkritisches Auftreten gegenüber Präsident Wladimir Putin kritisiert worden war, rief in Moskau dazu auf, die Entwicklungen zu würdigen, die Russland seit 1999 durchlaufen habe. Das Land sei auf einem stabilen und vertrauenswürdigen Weg. "Niemand bestreitet, dass es in Russland Defizite gibt", sagte der frühere SPD-Vorsitzende weiter. (mit AFP)

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