Politik : Bhuttos letzter Wille: Kampf fortsetzen

Islamabad - Die ermordete pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto hat ihre Anhänger in ihrem politischen Testament zum Kampf gegen Terrorismus und Diktatur aufgerufen. Bhutto äußerte auch Angst vor der Zukunft der immer instabileren südasiatischen Atommacht. Wörtlich appellierte sie in ihrem am Dienstag von der Volkspartei PPP veröffentlichten letzten Willen: „Bitte setzt den Kampf gegen Terrorismus, Diktatur, Armut und Ignoranz fort.“ „Ich wünsche euch Erfolg dabei, das Programm unserer Partei zu erfüllen und den geknechteten, diskriminierten und unterdrückten Menschen in Pakistan zu dienen.“ PPP-Sprecherin Sherry Rehman verlas zwei Seiten des handgeschriebenen Textes auf einer Pressekonferenz.

In dem Papier heißt es weiter, Benazir Bhuttos Ehemann Asif Ali Zardari solle die PPP übergangsweise führen, bis er „entscheidet, was das Beste“ für die größte Partei des Landes sei. In dem Schreiben nennt Bhutto ihren Ehemann, dem Mordkomplotte und Korruption vorgeworfen werden und der jahrelang im Gefängnis saß, einen „Mann des Mutes und der Ehre“. Nach dem Mord an Bhutto Ende Dezember hatte Zardari den gemeinsamen 19-jährigen Sohn Bilawal zum PPP-Chef ernannt, der aber zunächst sein Studium in Oxford fortsetzt. De facto führt Zardari die Partei.

Nach Angaben der PPP-Sprecherin befasst sich ein zweiter Teil des Textes, der nicht veröffentlicht werden soll, mit der Regelung von Bhuttos Nachlass. Bhutto hatte das „Testament“ zwei Tage vor ihrer Rückkehr nach Karachi aus dem selbst gewählten Exil am 18. Oktober verfasst. dpa

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