Bildung : Bund verweigert Geld für Berliner Super-Uni

Bundesforschungsministerin Annette Schavan erteilte im Interview mit dem Tagesspiegel dem Berliner Wissenschaftssenator Jügen Zöllner eine finanzielle Absage für die geplante Spitzenforschung. Den Universitäten rät sie, das Promotionsrecht nicht abzugeben.

BerlinHintergrund ist die Debatte darüber, ob etwa auch die außeruniversitären Institute der Max-Planck-Gesellschaft oder der Helmholtz-Gemeinschaft eigenständig promovieren können sollen. Zu entsprechenden Plänen in Mainz, Max-Planck-Institute gleichberechtigt mit der dortigen Universität promovieren zu lassen, sagte Schavan im Interview mit dem Tagesspiegel: "Wenn klar ist, dass der Rektor der Universität unter der Promotionsurkunde steht, sehe ich kein Problem."

Die in Berlin von Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) geplante "Super-Uni" für die Spitzenforschung der Hochschulen soll vom Bund anders als in Berlin erwartet kein Geld bekommen, wie Schavan dem Tagesspiegel sagte. Von solchen Erwartungen habe sie gehört, "aber das ist erstaunlich. Denn darüber ist nicht gesprochen worden."

Schavan betonte, sie lehne eine Auslagerung der Spitzenforschung aus den Universitäten an eine "Super-Uni" ab: "Eine Kooperation, die für einen der Akteure ein Verlustgeschäft ist, gelingt nicht." (Tsp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben