Bildung von bedürftigen Kindern : Von der Leyen fordert Kraftanstrengung

Wie können wir benachteiligter Kinder besser fördern? Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen fordert einen Beitrag der Gesellschaft: "Sonst kriegen wir die Probleme nicht in den Griff".

Ursula von der Leyen
Ursula von der LeyenFoto: dpa

Berlin - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat eine nationale Kraftanstrengung für eine bessere Bildung von bedürftigen Kindern gefordert. „Ich lade Stiftungen, die private Wirtschaft aber auch vermögende Menschen in diesem Land ein, sich gemeinsam dieser Aufgabe zu stellen“, sagte die CDU-Politikerin dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel am Sonntag. Beim Bemühen um die Zukunft  benachteiligter Kinder könne der Staat „nicht alles schultern“, warnte Leyen: „Die Gesellschaft muss sich beteiligen. Sonst kriegen wir die Probleme nicht in den Griff.“

Die Politikerin wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass oft nicht nur Kinder von Hartz-IV-Empfängern, für die der Bund zuständig ist,  Förderung nötig hätten. Mit der von ihr geplanten Bildungs-Chipkarte wolle sie langfristig auch Kindern von Kleinverdienern helfen. „Denn auch der Sohn eines Maurers mit drei Kindern braucht manchmal Nachhilfe, die sein Vater nicht bezahlen kann“, sagte sie. Tsp

Das Interview mit Ursula von der Leyen können Sie in der morgigen Ausgabe des Tagesspiegels lesen.

 

 

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