Politik : Bildungsplan für Kleinkinder

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Berlin Für die Erziehung in den deutschen Kindertagesstätten gibt es jetzt einen einheitlichen Rahmen. Er soll den Bildungsauftrag der Kitas präzisieren und damit auch den Übergang der Kinder in die Grundschule erleichtern. Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) beschloss das Papier am Freitag in Mainz. Es enthält Hinweise zur Förderung sprachlicher, mathematisch-naturwissenschaftlicher oder musischer Fähigkeiten. Kindergartenkinder sollen aber auch lernen, „Verantwortung für ihr körperliches Wohlbefinden zu übernehmen“, wie es heißt. Jede Kita solle für sich festlegen, wie sie den Rahmenplan umsetzen will.

Besonders begabte Schülerinnen und Schüler sollen nach der Empfehlung der KMK in Zukunft bundesweit auch ohne förmliche Zulassung als „Frühstudierende“ an Lehrveranstaltungen der Hochschulen teilnehmen und bereits Leistungsnachweise erwerben dürfen.

Außerdem verabschiedeten die Kultusminister die vorläufig letzten Veränderungen an der Rechtschreibreform, die die zwischenstaatliche Kommission für deutsche Rechtschreibung in ihrem vierten Bericht vorschlägt. Damit hat das amtliche Regelwerk seine vorläufig letzte Überarbeitung erfahren, bevor die Reform am 1. August 2005 in Schulen und Behörden verbindlich wird. Mit den jetzt verabschiedeten Änderungen würden „mit unwesentlichen Ausnahmen keine der bisher unterrichteten Schreibweisen falsch“, betonen die Minister. akü

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