Biografie über Ex-Kanzler : Lafontaine: „Ich wollte Schröder stürzen“

Dass sie Rivalen waren, ist bekannt, doch diese Deutlichkeit überrascht: Oskar Lafontaine gibt Rachegelüste gegen Ex-Kanzler Gerhard Schröder zu.

Das waren Zeiten: Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine halten sich 1998 bei der Wahlkampf-Abschlußveranstaltung der SPD an den Händen. Foto: dpa
Das waren Zeiten: Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine halten sich 1998 bei der Wahlkampf-Abschlußveranstaltung der SPD an den...Foto: dpa

Der frühere SPD-Chef Oskar Lafontaine hat in einem neuen Buch über Gerhard Schröder schonungslos wie selten zugegeben, dass er sich am damaligen Kanzler rächen wollte. „Ich wollte Schröder stürzen“, erzählt der spätere Vorsitzende der Linkspartei und Agenda-2010-Gegner in einer am Montag erschienenen Biografie, die der Historiker Gregor Schöllgen über den SPD-Altkanzler verfasst hat.

In der Wahlnacht 2005, als Schröder die Macht an CDU-Chefin Angela Merkel verlor, sei die Rivalität aber von ihm abgefallen: „Jetzt war ich innerlich frei“, sagte Lafontaine im Gespräch mit Schöllgen. Schröder hat keinen Bedarf, mit dem Saarländer zu reden. Seit damals haben die beiden kein Wort miteinander gewechselt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will an diesem Dienstag in Berlin die Biografie über ihren Vorgänger präsentieren. Auch Schröder wird dabei sein. dpa

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

2 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben