Politik : Biowaffen in Nordkorea? Südkorea: Regime fähig zu Krieg mit Massenvernichtungsmitteln

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Seoul/Beijing (dpa). Nordkorea kann nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums bis zu 4500 Tonnen Chemiewaffen pro Jahr herstellen. Das kommunistische Land sei auch fähig, tödliche Viren zu züchten und könne vermutlich eine Tonne biologische Waffen im Jahr produzieren, hieß es am Montag in einem Ministeriumsbericht an das Parlament in Seoul. Nordkorea könne Krieg unter Einsatz biologischer Massenvernichtungsmittel führen. US-Präsident Bush hatte Nordkorea Ende Januar zusammen mit Iran und dem Irak zu einer „Achse des Bösen“ gezählt. Die USA haben Nordkorea wiederholt vorgeworfen, Massenvernichtungswaffen zu produzieren.

Unterdessen sind im chinesischen Beijing erneut zwei Flüchtlinge aus Nordkorea in die deutsche Botschaftsschule geflüchtet. Nachdem sie am vergangenen Freitag in die Schule eingedrungen waren, seien sie am Montag in die deutsche Botschaft gebracht worden, hieß es in Diplomatenkreisen. Erst zwei Tage zuvor war 15 in dieselbe Botschaftschule geflüchteten Nordkoreanern die Ausreise nach Südkorea erlaubt worden. Deutsche und chinesische Vertreter verhandelten am Montag über das Schicksal der beiden Flüchtlinge. China hat in diesem Jahr bereits mehr als 100 Nordkoreanern die Ausreise erlaubt, die sich in Botschaftsgebäude geflüchtet hatten.

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