Birma : Japan streicht Junta Milliardenhilfen

Das Militärregime in Birma erhält nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung rund drei Milliarden Euro weniger Hilfsgelder aus Japan. Das Land ist aber weiterhin einer der größten Geldgeber für die Machthaber in Birma.

TokioNach dem Beschluss der Europäischen Union für schärfere Sanktionen gegen die Militärführung in Birma hat auch die Regierung Japans Strafmaßnahmen beschlossen. Außenminister Masahiko Komura gab bekannt, dass Hilfen in Höhe von 552 Millionen Yen (etwa 3,3 Millionen Euro) nach der gewaltsamen Niederschlagung der Demokratiebewegung nicht ausgezahlt werden. Tokio bleibt damit allerdings hinter den Forderungen der EU und der USA zurück, die eine völlige Isolation der birmanischen Junta fordern. Die gestrichenen japanischen Hilfen machen kaum ein Fünftel der 2005 insgesamt von Tokio gezahlten Unterstützung aus.

"Die japanische Regierung muss zeigen, wo sie steht. Wir können nichts tun, was das Militärregime gegenwärtig unterstützen könnte", sagte Außenminister Komura vor Journalisten. Japan ist einer der größten Geldgeber für Birma. Die Regierung betont allerdings, sie leiste ausschließlich humanitäre Hilfe.

Bei der Niederschlagung der friedlichen Proteste vor zwei Wochen war ein japanischer Journalist getötet worden. Filmaufnahmen zufolge wurde er aus nächster Nähe erschossen. Die birmanischen Behörden versichern dagegen, der Tod des Reporteres sei ein Unfall gewesen. (mit AFP)  

0 Kommentare

Neuester Kommentar