Birma : Obama fordert Freilassung von Suu Kyi

US-Präsident Barack Obama verlangt die sofortige Freiheit für die birmanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Bei dem Verfahren gegen Suu Kyi handele es sich um einen Schauprozess, sagte Obama weiter. Das Vorgehen gegen sie werfe schweren Zweifel auf den Willen des birmanischen Regimes, ein verantwortliches Mitglied der internationalen Gemeinschaft zu sein. Die Militärregierung des asiatischen Landes solle Suu Kyi sofort und ohne Bedingungen auf freien Fuß setzen, forderte der US-Präsident Barack Obama in einer schriftlichen Erklärung.  

Die 63-Jährige lebt seit 13 Jahren unter Hausarrest und ist seit kurzem erneut angeklagt. Die Militärmachthaber werfen Suu Kyi in dem Verfahren vor, sie habe die Auflagen ihres Hausarrestes verletzt. Sie soll einem amerikanischen Eindringling Unterschlupf in ihrem Haus gewährt haben. Kritiker sagen, dass die Behörden die Dissidentin nur deshalb anklagten, um zu verhindern, dass sie vor den versprochenen Wahlen im nächsten Jahr freikommen könnte. Es drohen ihr fünf Jahre Haft.

Die Friedensnobelpreisträgerin beteuerte am Dienstag erneut ihre Unschuld. Sie habe kein Verbrechen begangen, sagte sie in Anwesenheit von etwa 40 ausländischen Diplomaten. Sie habe den Eindringling zunächst gebeten, wieder zu gehen. Dieser habe jedoch entgegnet, er sei zu erschöpft. Aus humanitären Gründen habe sie ihm daher erlaubt zu bleiben. (aku/dpa)

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben