Birma : Suu-Kyi-Prozess wieder hinter verschlossenen Türen

Die Militärjunta von Birma hat den Prozess gegen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hinter verschlossenen Türen fortgesetzt. Suu Kyi drohen fünf Jahre Haft.

RangunAm Mittwoch waren überraschend Diplomaten und Reporter zur Verhandlung im Insein-Gefängnis zugelassen worden. Die Oppositionsführerin sei fit und gefasst gewesen, sagte der britische Botschafter Mark Canning anschließend.

Nach Angaben aus Militärkreisen sagten Zeugen der Anklage zunächst zum Fall des Amerikaners John William Yettaw (53) aus. Der Mann war vor drei Wochen zum Haus von Suu Kyi geschwommen und hatte dort uneingeladen zwei Nächte verbracht. Die Junta nutzt nun diesen Vorfall als Vorwand, um Suu Kyis Isolation, die diesen Monat zu Ende gehen sollte, zu verlängern: Sie habe gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstoßen. Danach darf sie keinen Besuch empfangen. Der Volksheldin, die seit nunmehr insgesamt 14 Jahren unter Hausarrest steht, drohen fünf Jahre Haft.

ZEIT ONLINE

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