Birma : Uno-Generalsekretär kämpft für Wirbelsturmopfer

Knapp drei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm "Nargis" ist Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in Birma eingetroffen. Er will die internationale Hilfsaktion für die Überlebenden vorantreiben. Geplant ist auch ein Besuch im besonders verwüsteten Irrawaddy-Delta.

RangunUno-Generalsekretär Ban Ki Moon ist am Donnerstag in Birma eingetroffen. Er will zunächst selbst in das Katastrophengebiet im Irrawaddy-Delta fahren. Anschließend trifft er Vertreter der Militärjunta, die er dazu bewegen will, mehr Hilfsgüter und ausländische Experten ins Land zu lassen. Ban hat am Freitag als erster Ausländer einen Termin bei dem selten in der Öffentlichkeit auftretenden Juntachef Than Shwe. Dafür muss er allerdings in die neu gebaute Hauptstadt fernab der Küste 350 Kilometer nördlich des Katastrophengebiets fliegen.

Der letzte UN-Generalsekretär, der Birma besuchte, war im Juli 1964 der selbst aus dem südostasiatischen Land stammende U Thant. Birma hat sich seit Jahrzehnten fast vollständig von der Außenwelt abgeschottet. Bei einem Zwischenstopp in Bangkok hatte Ban am Mittwoch deutlich gemacht, dass die bisherige von Birma zugelassene Hilfe bei weitem nicht ausreicht. Nach seinen Angaben sind erst ein Viertel der Überlebenden ausreichend versorgt. Vor der Küste Birmas kreuzt das französische Marine-Schiff "Mistral", das seine Ladung von 1000 Tonnen Hilfsgütern entladen könnte, dafür aber keine Genehmigung erhielt.

Bei dem Zyklon Anfang Mai kamen wahrscheinlich mehr als 130.000 Menschen ums Leben. 2,4 Millionen gelten als bedürftig. Am Sonntag findet in Birma eine Geberkonferenz statt. (sgo/dpa/AFP)

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