Politik : Bis 20 Prozent mehr

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Die Einigung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und der Gewerkschaft Marburger Bund (MB) für die Ärzte der Unikliniken sieht folgende Regelungen vor: Ärzte im 1. Jahr erhalten in Westdeutschland künftig 3600 Euro pro Monat (Ost: 3200 Euro) Gehalt , im zweiten 3800 Euro (Ost: 3400 Euro). Es steigt auf bis zu 4500 Euro im Monat im 5. Jahr (Ost: 4000). Fachärzte verdienen mehr, dann folgen Oberärzte (1. Jahr: 5950 West, 5300 Ost) und Vertreter des leitenden Arztes mit bis zu 7900 Euro vom 7. Jahr an im Westen. Dies entspricht Steigerungen von 15 bis 20 Prozent bei jungen Medizinern und Oberärzten. Nach einer weiteren Erhöhung der Gehälter Anfang 2008 gelten die Lohnregelungen bis Ende 2008. Regional können Ärzte höher eingruppiert werden, wenn beispielsweise Fachkräfte gebunden werden sollen.

Die Wochenarbeitszeit beträgt im Durchschnitt 42 Stunden. Die tägliche Arbeitszeit kann auf bis zu zwölf Stunden ausgedehnt werden – aber nicht mehr als viermal hintereinander. Auf acht Stunden Dienst können bis zu 16 Stunden Bereitschaftsdienst in der Klinik folgen – wöchentlich maximal 58 Stunden. In Einzelfällen ist eine Wochenarbeitszeit von bis zu 66 Stunden möglich. Je nach Arbeitsanfall werden 60 oder 90 Prozent des Bereitschaftsdienstes als Arbeitszeit gewertet und bezahlt, an Feiertagen erhöht sich dies um 25 Prozentpunkte. Ärzte sollen Zeit zum wissenschaftlichen Arbeiten haben und dürfen sich an drei Arbeitstagen pro Jahr fortbilden. Ob die Regelungen dieses Abschlusses für Landeskrankenhäuser gelten, ist auf Landesebene extra zu verhandeln. dpa

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