Politik : Bis zu 50 Schüler von Al Qaida in Deutschland?

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München In Deutschland leben nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ zwischen 30 und 50 Islamisten, die Ausbildungslager der Terrororganisation Al Qaida in Afghanistan absolviert haben. Diese Zahl habe der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, vor dem Bundestags-Innenausschuss genannt. Das BKA konnte den Bericht auf Anfrage nicht bestätigen.

Die besagten Islamisten seien „potenzielle Gefährder“, zitiert das Magazin den BKA-Präsidenten. Eine Ausbildung in einem afghanischen Trainingscamp reiche allerdings allein nicht aus, damit die Sicherheitsbehörden gegen Islamisten vorgehen könnten. Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) habe deshalb vor Monaten gefordert, dass nach einem solchen Training „eine Ausweisung zwingend erfolgen“ müsse.

Wie viele islamistische Terroristen insgesamt in Deutschland lebten, sei unklar. Verfassungsschützer sprechen nach „Focus“-Angaben von rund 300 „Gefährdern“, halten dies jedoch für eine Zahl, die ständig korrigiert werden müsse. Offen bleibe zudem, ob Al Qaida Anschläge wie das Attentat im März in Madrid zentral steuere. dpa

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