• Bischöfe beraten über Umgang mit Missbrauchsfällen Reformer fordern verbindliche Regeln für alle Diözesen

Politik : Bischöfe beraten über Umgang mit Missbrauchsfällen Reformer fordern verbindliche Regeln für alle Diözesen

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Würzburg (dpa). Der Ständige Rat der Katholischen Deutschen Bischofskonferenz ist am Montag in Würzburg zu Beratungen über den Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs durch Priester zusammengekommen. Mitglieder der Kirchenreformbewegung „Wir sind Kirche“ empfingen die Geistlichen vor dem Kloster Himmelspforten mit Plakaten und Transparenten. Sie fordern für alle Diözesen einheitliche und verbindliche Regeln zum Umgang mit Missbrauchsfällen. Auf der Tagesordnung der Bischöfe standen auch der Hirtenbrief zur Wahl, Hilfe für die Flutopfer und Haushaltsfragen.

Entscheiden wollen die Bischöfe über Prävention und ihren Umgang mit pädophilen Priestern erst auf ihrer Herbstvollversammlung am 23. September in Fulda. Bislang behandelte jedes Bistum solche Fälle autonom. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hatte sich aber für ein gemeinsames Vorgehen ausgesprochen.

„Für die Bischöfe ist das die letzte große Chance, endlich zu handeln und offen mit diesen Fällen umzugehen“, sagte der Sprecher der Reformbewegung „Wir sind Kirche“. Mit anderen Initiativen hielten die Reformer eine Mahnwache vor den Toren des Klosters. „Bischöfe, stoppt den sexuellen Missbrauch!“, hieß es auf einem Transparent, unter dem die Autos der Bischöfe durchfuhren. „Setzt die schwarzen Schafe vor die Tür!“, war auf einem anderen zu lesen.

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