Blauer Dunst : Weitere Rauchverbote beschlossen

Die Luft für die bundesdeutschen Raucher wird immer dünner: Auch in Schleswig-Holstein und im Saarland darf ab dem nächsten Jahr nicht mehr gequalmt werden. Ausnahmen sind streng geregelt.

Rauchverbot
Der Nichtraucherschutz wird weiter gestärkt. -Foto: ddp

Kiel/SaarbrückenIn zwei weiteren Bundesländern darf vom kommenden Jahr an in öffentlichen Einrichtungen und in der Gastronomie nicht mehr geraucht werden: Die Landtage von Schleswig-Holstein und dem Saarland beschlossen heute entsprechende Nichtraucher-
schutzgesetze.

In Schleswig-Holstein gilt danach vom 1. Januar an in Behörden, Krankenhäusern, Schulen, Hochschulen, Heimen, Kulturstätten, Sporthallen und - bei einer Reihe von Ausnahmen - auch in Gaststätten ein Rauchverbot. Die Koalitionsfraktionen von CDU und SPD hatten sich darauf geeinigt, dass in Gaststätten bei privaten Veranstaltungen befristet geraucht werden darf, wenn der Veranstalter dies wünscht. Dies gilt aber nur für Gaststätten mit Nebenraum. Auch in Festzelten darf gequalmt werden. Verstöße sollen mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro geahndet werden.

Im Saarland darf vom 15. Februar an nicht mehr in Gaststätten, Restaurants und Kneipen geraucht werden. Der Griff zur Zigarette ist dann nur noch in einem abgeschlossenen und belüfteten Nebenraum erlaubt. Auch auf Spielplätzen ist das Qualmen dann verboten. In öffentlichen Einrichtungen und Behörden wird das Rauchen ebenfalls verboten.

Am 15. Februar startet auch das Nichtraucherschutzgesetz in Rheinland-Pfalz. Weitere Bundesländer haben Rauchverbote beschlossen, die im kommenden Jahr in Kraft treten sollen. In Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen darf bereits jetzt sowohl in öffentlichen Einrichtungen als auch in Gaststätten nicht mehr gequalmt werden. (mit dpa)

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