Blockupy-Demonstration in Frankfurt : Polizei verteidigt ihr Vorgehen

Am Wochenende kam es in Frankfurt am Main zu Ausschreitungen zwischen Polizisten und Demonstranten der antikapitalistischen Blockupy-Bewegung. Am Samstag wurden Hunderte von der Polizei eingekesselt. Am Sonntag musste die Frankfurter Polizei ihr Vorgehen verteidigen.

Am Samstag kam es in Frankfurt zu Ausschreitungen zwischen Polizisten und Demonstranten der Blockupy-Bewegung.
Am Samstag kam es in Frankfurt zu Ausschreitungen zwischen Polizisten und Demonstranten der Blockupy-Bewegung.Foto: dpa

Die Frankfurter Polizei hat ihr Vorgehen bei der Großdemonstration des kapitalismuskritischen Bündnisses Blockupy verteidigt. Der Vorwurf, die Einsatzkräfte hätten von langer Hand geplant, die Demonstranten einzukesseln, sei völlig aus der Luft gegriffen, sagte Polizeipräsident Achim Thiel laut einer Mitteilung.

An diesem Sonntag sollten die Aktionstage zu Ende gehen.

Mit einem Großaufgebot hatte die Polizei am Samstag vermummte Demonstranten über Stunden hinweg eingekesselt und damit die Hauptkundgebung der Blockupy-Bewegung praktisch verhindert. Nach Darstellung der Polizei wurden lediglich Störer vom Demonstrationszug getrennt, um „den friedlichen Protestteilnehmern die Fortsetzung des Aufzuges zu ermöglichen“. Blockupy hingegen sprach von einer „vorbereiteten Falle“.
Die mehrtägigen Proteste des Bündnisses richteten sich in diesem Jahr gegen die Großbanken, die EU-Krisenpolitik, aber auch gegen Abschiebungen und Fluglärm vom Frankfurter Flughafen. (dpa)

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