Politik : Blutbad in Madrid verhindert

Polizei entschärft Bomben der Eta in Zügen und an Gleisen

Ralph Schulze

Madrid. Der Versuch der baskischen Terrororganisation Eta, an Heiligabend in Spanien Panik zu verbreiten, ist vereitelt worden. Die Polizei konnte ein Attentat auf einen voll besetzten Schnellzug, der in einem Bahnhof in der Hauptstadt Madrid in die Luft gejagt werden sollte, wenige Stunden vor der geplanten Explosion verhindern. Ein Sprengsatz mit 20 Kilo Dynamit, der in einem Koffer versteckt war, wurde entschärft.

Die Polizei kam den Terroristen auf die Spur, nachdem auf dem Bahnhof der baskischen Stadt San Sebastian ein Eta-Terrorist mit einer Kofferbombe festgenommen worden war. Er wollte offenbar die Dynamit-Bombe in dem Schnellzug, der von der baskischen Stadt Irun an der französischen Grenze in die Millionenstadt Madrid im Zentrum Spaniens unterwegs war, verstecken. Dies wurde durch seine Festnahme vereitelt. Im Verhör gab der Attentäter zu, dass ein weiterer Eta-Terrorist schon einen zweiten Sprengsatz in dem Passagierzug platziert hatte, der bereits in Richtung Madrid abgefahren war. Der Zug wurde kurz darauf angehalten, alle Passiere evakuiert und der Sprengsatz entschärft. Auch der zweite Bombenleger konnte wenig später im Baskenland gefasst werden.

Die Bomben mit insgesamt 50 Kilogramm Dynamit wären nach Angaben der Sicherheitsbehörden am Heiligabend gegen 16 Uhr, rund 40 Minuten nach der Ankunft des Schnellzuges im Madrider Bahnhof Charmatin, hochgegangen. Zudem legte die Eta zwei weitere Sprengsätze an Eisenbahnstrecken in Spanien ab, die über die Weihnachtsfeiertage explodieren sollten. Eine Bombe detonierte vorzeitig und richtete in der Nähe von Saragossa nur leichte Schäden am Gleisweg an. Eine zweite Gleisbombe wurde entschärft.

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