Politik : Blutiger Weg zum Frieden

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In dem ostafrikanischen Kleinstaat leben 6,9 Millionen Menschen, davon gehören 85 Prozent der Volksgruppe der Hutu an, 14 Prozent sind Tutsi . Die Hutu sind mehrheitlich Bauern, die Tutsi eher Viehzüchter oder Händler. Obwohl die Hutu die große Mehrheit stellen, waren sie lange nicht an der Macht beteiligt, da die Tutsi sich mit einem Militärregime behaupteten. Der Konflikt zwischen den beiden Gruppen prägt das Land seit der Unabhängigkeit 1962 . So gab es nach Aufständen der Hutu in den Jahren 1972 und 1973 bis zu 250 000 Tote. Die Ermordung eines gewählten HutuPräsidenten löste 1993 einen Bürgerkrieg aus, bei dem bis zu 300 000 Menschen ums Leben kamen. Mehr als eine Million wurden zu Flüchtlingen. Unter Vermittlung Südafrikas kam 2000 ein Friedensabkommen zu Stande. Am 30. April 2003 übernahm der Hutu Domiitien Ndayizeye gemäß der Übergangsverfassung für 18 Monate die Präsidentschaft. Für Oktober 2004 sind freie Wahlen geplant. Experten rechnen aber wegen der Sicherheitslage mit einer Verschiebung. lem

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