Politik : BND will offener werden

Berlin - Der Bundesnachrichtendienst (BND) will seine Arbeit auch als Konsequenz aus der NSA-Spionageaffäre künftig stärker in der Öffentlichkeit präsentieren. „Transparenz ist das Gebot der Stunde“, sagte der Präsident des deutschen Auslandsnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, am Montag zur Zwischenbilanz der vor gut zwei Jahren eingesetzten Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der BND-Anfangsgeschichte. Transparenz sei „Voraussetzung für eine breite Vertrauensbasis in der Bevölkerung“. In der Affäre um den US-Geheimdienst National Security Agency (NSA), der unter anderem jahrelang das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausspioniert hatte, war auch der BND in die Schlagzeilen geraten. Die befreundeten Dienste arbeiten seit Jahrzehnten zusammen und tauschen nach eigenen Angaben immer wieder wichtige Informationen etwa im Kampf gegen den Terror aus. In Bevölkerung, Medien und Politik herrsche „teilweise eine völlig falsche Vorstellung, wie wir arbeiten und warum wir was tun“, sagte Schindler. Es sei ihm bisher nicht gelungen, Art und Zweck der Arbeit des Dienstes zu vermitteln. Der BND verstehe sich als „moderner Dienstleister, der fest verankert in der Gesellschaft täglich Hintergrundberichte“ für die Entscheidungsträger der Politik liefere. Schindler kündigte an, der BND werde in seiner künftigen neuen Zentrale in Berlin ein eigenes Büro und eine Sammlung zu seiner Vergangenheit einrichten. Damit solle die Aufarbeitung fortgeführt werden. dpa

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