Bombay : Singh macht Pakistan indirekt für Anschläge verantwortlich

Der indische Ministerpräsident Manmohan Singh hat Pakistan indirekt für die Anschläge in Bombay mitverantwortlich gemacht. Indiens Regierungschef sieht die Friedensbemühungen in Gefahr.

Bombay - Bei einem Besuch in der westindischen Finanzmetropole, in der bei einer Anschlagsserie am Dienstag 179 Menschen getötet und fast 800 verletzt worden waren, sagt Singh, die Anschläge hätten ohne die Unterstützung von "Elementen auf der anderen Seite der Grenze" nicht verübt werden können. Ohne eine solche Mithilfe hätten "die Terroristen nicht so hart zuschlagen können", fügte Singh hinzu. Die Polizei in Bombay hatte den Verdacht geäußert, die islamisch-fundamentalistische Gruppierung Lashkar-e-Taiba, die in Pakistan und auch im indischen Teil Kaschmirs aktiv ist, stecke hinter den Anschlägen.

Er habe der Regierung Pakistans "erklärt, dass es sehr schwierig ist, eine Normalisierung der Beziehungen und einen Friedensprozess fortzusetzen, wenn solche Akte des Terrorismus nicht eingedämmt werden", sagte Singh. Islamistische Gruppierungen aus Pakistan stehen auch im Verdacht, für Anschläge in Benares im März und in Neu Delhi im Oktober verantwortlich zu sein, bei denen insgesamt 89 Menschen getötet wurden. (tso/AFP)

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