Politik : Bomben gegen den Neubeginn

Auch nach dem Ende des Krieges reißt die Gewalt im Irak nicht ab

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Am 1. Mai hat USPräsident George W. Bush das Ende der „größeren Kampfhandlungen“ im Irak erklärt. Seither hat es jedoch zahlreiche schwere Anschläge auf die amerikanischen und britischen Besatzungstruppen, auf internationale Einrichtungen und irakische Würdenträger im Lande gegeben. Bei dem Zwischenfall am 26. August starb der 139. US-Soldat seit Ende der Kampfhandlungen; damit wurde die Zahl der amerikanischen Kriegstoten im Irak überschritten.

24. August: Bei einem ersten Bombenanschlag auf die wichtigste Schiiten-Gruppe im Irak werden drei Wachleute getötet. Ziel des Angriffs war Ajatollah Mohammed Sajid al Hakim, der Onkel des am Freitag getöteten Vorsitzenden des Obersten Rates der Islamischen Revolution im Irak (Sciri), Ajatollah Mohammed Bakir al Hakim. Er überlebte mit leichten Verletzungen.

19. August : Bei einem Bombenanschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad kommen 23 Menschen ums Leben. Unter den Toten ist auch der UN-Menschenrechtskommissar und Sonderbeauftragte für den Irak, Sergio Vieira de Mello.

7. August : Bei der Explosion einer Autobombe vor der jordanischen Botschaft in Bagdad werden mindestens elf Menschen getötet.

26./27. Juli: Insgesamt fünf US-Soldaten sterben im Irak bei feindlichen Angriffen binnen 24 Stunden.

16. Juli : Nach einem neuen tödlichen Angriff auf US-Soldaten und angesichts beinahe täglich neuer Todesfälle spricht der Oberbefehlshaber der US-Truppen im Irak, General John Abizaid, erstmals von einem Guerilla-Krieg.

5. Juli: Bei einer Abschlussfeier für Absolventen eines Lehrgangs für irakische Polizisten werden sieben Iraker getötet und 40 weitere Menschen verletzt.

24. Juni : Bei einem Angriff auf alliierte Besatzungstruppen werden sechs britische Soldaten im Südirak getötet.dpa

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