Bombenanschlag beim Marathon : Boston-Attentäter plädiert auf nicht schuldig

Unter den Augen von zahlreichen Opfern und deren Angehörigen hat sich der mutmaßliche Attentäter vom Boston-Marathon bei seinem ersten Erscheinen vor Gericht für nicht schuldig erklärt. Bei einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe.

Der mutmaßliche Attentäter Dschochar Zarnajew (l.) erschien am Mittwoch zum ersten mal vor Gericht.
Der mutmaßliche Attentäter Dschochar Zarnajew (l.) erschien am Mittwoch zum ersten mal vor Gericht.Foto: dpa

Der überlebende mutmaßliche Attentäter des Boston-Marathons, Dschochar Zarnajew, hat sich für nicht schuldig erklärt. Unter den Augen von zahlreichen Opfern und deren Angehörigen erschien Zarnajew am Mittwoch in der US-Ostküstenstadt um ersten Mal vor Gericht, wo ihm die 30 Anklagepunkte vorgetragen wurden. Der 19-Jährige trug orangefarbene Häftlingskleidung sowie Handschellen und Fußfesseln. Nach sieben Minuten war die Anhörung vorbei.

Dschochar Zarnajew soll gemeinsam mit seinem älteren Bruder Tamerlan den Anschlag auf den Bostoner Marathonlauf verübt haben, bei dem im April im Zielbereich drei Menschen getötet und mehr als 260 weitere verletzt worden waren. Außerdem soll das aus einer tschetschenischen Familie stammende Brüderpaar einen Polizisten erschossen haben. Tamerlan Zarnajew wurde auf der Flucht getötet, Dschochar schwer verletzt gefasst. Ihm droht bei einer Verurteilung die Todesstrafe.

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