Politik : Bonn will 8500 Soldaten für das Kosovo stellen

BONN (AFP). Das Bundeskabinett hat am Montag eine Erhöhung des Bundeswehr-Kontingents für das Kosovo beschlossen. Als nächstes muß der Bundestag seine Zustimmung geben, was jedoch wegen der breiten Unterstützung für die Kosovo-Politik der Bundesregierung als sicher gilt. Statt der bislang bewilligten 6000 Mann können dann rund 8500 deutsche Soldaten den noch auszuhandelnden Frieden im Kosovo sichern helfen. Sie würden wie andere Nato-Truppen als Teil einer Friedenstruppe mit UN-Mandat eingesetzt, an der auch Rußland beteiligt sein soll. Nach der bisherigen Planung soll das deutsche Kontingent vier Aufgaben erfüllen: Der militärische Schutz der Rückkehr der vertriebenen Kosovo-Albaner ist die Kernaufgabe der gesamten Friedenstruppe. Als zweite Aufgabe ist der Wiederaufbau der Infrastruktur definiert. Wie bisher sollen sich Bundeswehrsoldaten auch um die medizinische Versorgung von Kosovo-Albanern kümmern. Vor dem Hintergrund der Berichte über Greueltaten jugoslawischer Militärs und Spezialpolizei, aber auch von paramilitärischen Einheiten, gehört ebenso die Aufklärung von Kriegsverbrechen zu den Aufgaben der Deutschen.

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