Politik : Brasilianer protestieren gegen Regierungspolitik

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(dpa). Mehrere Millionen Menschen haben in Brasilien an MaiKundgebungen teilgenommen, bei denen die Wirtschafts- und Sozialpolitik unter dem sozialistischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva angeprangert wurde. Allein in Sao Paulo versammelten sich am Samstag bei Kundgebungen der zwei wichtigsten Gewerkschaftsverbände rund 2,2 Millionen Menschen. Die meisten Redner griffen den linksgerichteten Staatschef und früheren Gewerkschaftsführer Lula in scharfen Tönen an. Der Präsident des Gewerkschaftsverbandes „Forca Sindical“, Paulo Pereira da Silva, kritisierte die jüngste Erhöhung des Mindestgehalts von 240 auf nur 260 Real (etwa 75 Euro) im Monat und die Zunahme der Arbeitslosigkeit. Der Präsident der linksgerichteten „Demokratischen Arbeiter-Partei“ (PDT), Leonel Brizola, rief Lula zum Rücktritt auf. Der Präsident nahm nur an einer Veranstaltung zu Ehren des brasilianischen Arbeiters in einer Kirche Sao Paulos teil. Im ersten Amtsjahr Lulas schrumpfte die Wirtschaft um 0,2 Prozent, die Arbeitslosigkeit stieg auf fast 13 Prozent.

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