Politik : Bremer Taliban nach Guantanamo gebracht

Zum Thema Dokumentation: Kampf gegen Terror
Fotos: Osama Bin Laden, Krieg in Afghanistan
Der mutmaßliche Taliban-Kämpfer aus Bremen ist nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" in das US-Gefangenenlager Guantanamo-Bay auf Kuba ausgeflogen worden. Die Familie des 20-jährigen Türken habe in der vergangenen Woche einen Brief erhalten, der seinen Gefangenen-Code und den Absender "160 Camp X-Ray" enthalte. Dies sei die Bezeichnung der US-Regierung für das Lager, in dem inzwischen rund 300 gefangene Taliban-Kämpfer und mutmaßliche El-Kaida-Terroristen festgehalten werden.

Der junge Türke habe bestritten, dass er für die afghanischen Taliban gekämpft habe, schreibt der "Spiegel". Die Bremer Staatsanwaltschaft, die gegen den Mann ermittelt hatte, wusste auf dpa-Anfrage vom Samstag nichts über seinen Aufenthaltsort. Der Türke war im Januar als mutmaßlicher Taliban-Kämpfer von US-Soldaten in Afghanistan oder Pakistan festgenommen worden. Er war offenbar im Oktober 2001 über Frankfurt (Main) nach Pakistan gereist, um sich der Al Qaida anzuschließen

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