Politik : Breuer tritt als Aufsichtsrat der Deutschen Bank zurück

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Berlin - Rolf Breuer legt sein Amt als Aufsichtsratschef der Deutschen Bank nieder. Er trete von dem Posten zum 3. Mai zurück, kündigte das größte deutsche Kreditinstitut am Sonntag in Frankfurt am Main an. Zuvor hatte es eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats gegeben. Der 68-jährige Breuer begründete seinen Schritt damit, dass er die Bank „von weiteren Diskussionen um seine Person entlasten“ wolle. Der Rücktritt erfolge im besten Interesse des Hauses, sagte Vorstandschef Josef Ackermann. Breuers Nachfolger soll Clemens Börsig werden, der seit 2001 dem Vorstand angehört.

Hintergrund ist Breuers Ärger mit der Justiz: Ende Januar hatte der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, der ehemalige Deutsche-Bank-Chef trage eine Mitschuld am Zusammenbruch des Kirch- Konzerns vor vier Jahren. In einem Fernsehinterview hatte Breuer damals die Kreditwürdigkeit Kirchs in Frage gestellt. Zugleich machte der BGH den Weg frei für Schadenersatzforderungen gegen Breuer und die Bank. Breuer hatte das Institut zwischen 1997 und 2002 als Vorstandschef geführt, musste dann aber vorzeitig abtreten. Tsp

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