Politik : Brief ins Blaue

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Der Sozialexperte Bert Rürup hat eine Überarbeitung der Renteninformationen gefordert, die bis 2004 an alle Beitragszahler über 27 Jahren verschickt werden. Derzeit würden die Infobriefe häufig hohe Erwartungen wecken, die dann nicht gedeckt würden, sagte der Vorsitzende der Kommission zur Reform der Sozialsysteme dem „Focus“. Bei den Hochrechnungen würden zum Teil sehr hohe jährliche Anpassungen unterstellt, zudem werde die Kaufkraftminderung durch die Inflation nicht berücksichtigt. Irreführend hohe Summen seien die Folge. „Die Rentenmitteilungen sollten an den aktuellen Werten ansetzen und nur über die tatsächliche Kaufkraft der Rente informieren – und damit auch über eine mögliche Versorgungslücke“, sagte Rürup. Eine Überarbeitung der Briefe sei sehr einfach. Im vorigen Juni hatten die Rentenversicherungsträger mit dem Versand der ersten Renteninformationen begonnen. Das Papier soll die Versicherten über den Stand ihres Versicherungskontos und über die Höhe der zu erwartenden Rente informieren. dpa

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