Politik : Briten reicht Versprechen der IRA nicht

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(ali). Der britische Premierminister Tony Blair hat am Montag mit verhaltenem Wohlwollen auf die AbrüstungsAnkündigung reagiert, die der Präsident der IRA-nahen Partei Sinn Fein am Tag zuvor gemacht hatte. Adams hatte am Sonntag angekündigt, dass die IRA zu einer vollständigen Entwaffnung bereit sei. Blair sagte dagegen am Montag in London, Adams’ jüngste Stellungnahme habe zwar „einige Fortschritte“ gebracht, sei aber noch keine ausreichende Grundlage für einen Durchbruch im nordirischen Friedensprozess. Die wesentliche Frage, die die IRA noch beantworten müsse, sei, ob sie ihre paramilitärische Tätigkeit vollständig einstellen werde. „Das ist es, was wir von der IRA wissen müssen“, sagte Blair.

Ähnlich äußerte sich auch der Vorsitzende der größten Protestantenpartei, Unionistenchef David Trimble. Er werde keine weiteren Ausflüchte der IRA dulden, erklärte Trimble. Die Untergrundorganisation müsse sich nur noch ein geringes Stück im Friedensprozess bewegen, aber dieses letzte Stückchen sei unabdingbar. Trimble kritisierte, dass sich die Sinn-Fein-Partei mit der IRA eine „Privatarmee“ leiste.

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