Politik : Bruchstücke aus dem Fischer-Schröder-Streit

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Das rot-grüne Verwirrspiel hält an. Gab es nun Streit oder nicht, das war aktuell die Frage. Wenn da nichts ist zwischen dem Bundeskanzler und dem Vizekanzler, wenn also zwischen diese beiden kein Blatt Papier passt, um es mal so auszudrücken - warum hat dann offiziell ein offenes, klärendes Gespräch stattgefunden? Da muss es doch irgendwelche Missverständnisse gegeben haben, vielleicht ja im Koalitionsgespräch . . . Oder war alles eine Inszenierung, Gerhard Schröder und Joschka Fischer haben sich vorher abgesprochen, dann Streit gespielt und den Medien anschließend Bruchstücke zugespielt? Das wäre ein tolles Stück gewesen, eines wie früher mit der FDP und der CSU in der Zeit des Kanzlers Helmut Kohl. So findig ist diese Darstellung im Nachhinein, dass sie darum nicht recht glaubwürdig klingt; zumindest dann nicht, wenn man Fischer abnimmt, immerhin noch so viel Grüner zu sein, dass er gegen Rüstungsexporte votiert. Andererseits, wenn man das in Zweifel zieht - dann fiele die verwirrende Inszenierung trotzdem auf Kanzler Schröder und seinen Vize Fischer zurück. Ihr Ruf wird ramponiert. Aber ganz gleich, soviel ist klar: In keinem Falle regiert es sich jetzt so richtig ungeniert.

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