Politik : BSE: Bayerisches Rind unter Infektionsverdacht

Zum 1. Januar 2001 wird in Deutschland auch die He

In Deutschland gibt es möglicherweise einen zweiten BSE-Fall. Bei einem Rind im Oberallgäu sei der Schnelltest auf BSE positiv ausgefallen, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Die Probe wird nun im BSE-Zentrum in Tübingen erneut untersucht. Das endgültige Testergebnis wird erst für Dienstag erwartet, hieß es. Das 1995 geborene Tier wurde am vergangenen Mittwoch in Kempten geschlachtet. Schlachthof und Herkunftsbetrieb wurden vorsorglich gesperrt, das Fleisch wurde sichergestellt. Das Landratsamt Oberallgäu richtete umgehend einen Krisenstab ein.

Das Rind stammte nach Angaben des Landratsamtes aus einem typischen Allgäuer Familienbetrieb mit 82 Rindern. Für den Bauern sei die Nachricht ein Schock gewesen. "Er hat erstmal gar nicht begriffen, was passiert ist", sagte der zuständige Referent, Gottfried Mayrock. Bislang gebe es keinerlei Hinweise darauf, dass der Landwirt Tiermehl, das als mögliche BSE-Infektionsursache gilt, an seine Rinder verfüttert oder auf andere Weise fahrlässig gehandelt habe. Den genauen Ort des Betriebes wollte das Landratsamts bis zum endgültigen Testergebnis nicht bekannt geben. Derzeit werde unter anderem ermittelt, wie die Tiere auf dem betroffenen Hof gefüttert wurden.

BSE-Schnelltests sind in Deutschland seit dem 6. Dezember für über 30 Monate alte Schlachtrinder verbindlich vorgeschrieben. In dem Schlachthof in Kempten waren die Tests erst vor wenigen Tagen eingeführt worden. Der Schlachthof hatte nach Angaben des Bundesagrarministeriums Proben von allen 57 Tieren, die am Mittwoch in Kempten geschlachtet worden waren, an ein Privatlabor eingesandt. Schnelltests in dem Untersuchungslabor in Garching ergaben nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums ein positives und vier unklare, nicht eindeutig negative Testergebnisse.

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