Politik : BSE: Das Eil-Gesetz zum Tiermehlverbot

Das Verfütterungsverbot für Tiermehl wird auf alle Nutztiere ausgeweitet, also auf Schweine, Geflügel und Fische. Das Verbot umfasst auch Gelatine, Blut- und Knochenmehl. Einzig Milch und Milcherzeugnisse dürfen noch als natürliche tierische Eiweißquelle verfüttert werden. Allerdings dürfen die Bauern Restbestände an Tiermehl noch an Schweine und Geflügel verfüttern. Fischmehl darf weiter an Fische verfüttert werden. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bis zu 50 000 Mark geahndet werden. Die Ausfuhr von Tiermehl wird untersagt. Die Einfuhr vor allem aus Nicht-EU-Ländern ist dagegen nicht klar verboten.

Tierkadaver und Schlachtabfälle werden aus hygienischen Gründen weiter in den Tierkörperbeseitigungsanlagen zu Tiermehl verarbeitet. Das Tiermehl muss in Verbrennungsanlagen, in Heizkraftwerken oder als Brennstoff in der Zementherstellung entsorgt werden.

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