Politik : BSE: Erster Fall in Tschechien

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Zum Thema Online Spezial: BSE Die Rinderseuche BSE hat jetzt auch die Tschechische Republik erreicht. Der tschechische Landwirtschaftsminister Jan Fencl bestätigte am Freitag in Prag den ersten BSE-Fall. Zur Sicherheit werden zwar noch Hirnproben aus dem betroffenen Tier nach Tübingen zur weiteren speziellen Laboruntersuchung geschickt, doch tschechische Experten haben so gut wie keine Zweifel mehr. Bereits im April hatte die EU-Kommission Tschechien als ein Land mit besonders hohem BSE-Risiko eingestuft. Fencl protestierte damals entrüstet dagegen und betonte, in seinem Land gebe es seit 1991 ein generelles Verbot, Tiermehl an Wiederkäuer zu verfüttern. In der fleischverarbeitenden Industrie Tschechiens fanden aber bislang kaum Kontrollen statt. Eine einzige Großmetzgerei in Mähren lässt seit Februar alle geschlachteten Tiere testen. Gerade dort wurde die BSE-kranke, sechs Jahre alte Kuh aus einheimischer Zucht in dieser Woche entdeckt. Ihre Halter vermuten, dass sich das Tier durch Ersatznahrung für Kälber angesteckt habe.

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