Politik : BSE: Fettes Jahr

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Die Gewinne der Bauern sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen - trotz der BSE-Krise. Im Durchschnitt erhöhte sich der Gewinn pro Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 17 Prozent. Das geht aus dem Agrarbericht der Bundesregierung hervor, den Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) am Mittwoch in Berlin vorlegte. Die höheren Einnahmen aus Milchproduktion und Schweinemast hätten die Einbußen bei den Rindern wettgemacht, heißt es in dem Bericht. Auch Schweine- und Geflügelzüchter machten ein Plus von über 88 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet Künast mit einem Gewinnwachstum von rund fünf Prozent. "Das ist eine Zahl, die manch einer in anderen Bereichen gerne hätte", sagte die Ministerin. Für Ostdeutschland verzeichnet der Agrarbericht eine deutlich schlechtere Bilanz für das Wirtschaftsjahr 2000/2001. Wegen des trockenen Sommers 2000, des Rückgangs der EU-Förderung für Ölsaaten und weil Schweinemast eine geringe Rolle in den neuen Ländern spiele, sei dort das Einkommen um 13,8 Prozent zurückgegangen. Dennoch hätten die ostdeutschen Betriebe weiterhin im Durchschnitt ein höheres Einkommen als die westdeutschen. Die Zahl der Öko-Bauernhöfe hat im Jahr 2000 stark zugenommen, sie stieg um 22 Prozent gegenüber 1999. Damit gibt es jetzt rund 12 700 Öko-Höfe, das sind rund drei Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe. Im Jahr zuvor waren es noch 2,2 Prozent.

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