Politik : Bündnis für Familie

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Berlin (hmt). Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will im Herbst zum Schulbeginn mit einem Aktionsprogramm für eine bessere Kinderbetreuung werben. Verdi-Chef Frank Bsirske stellte am Freitag in Berlin die Initiative „Allianz für die Familie“ vor. Die Initiative, zu deren Erstunterzeichner der Gewerkschafter gehört, soll nach seinen Worten dazu beitragen, „dass Kinder und Familien in dieser Gesellschaft eine Lobby finden". Es sei sinnvoller, die öffentlichen Betreuungseinrichtungen auszubauen und zu verbessern als den einzelnen Familien mehr Geld zur Verfügung zu stellen, sagte Bsirske mit Blick auf die unterschiedlichen Wahlprogramme von SPD und Union. Die „bestausgebildete Frauengeneration aller Zeiten“ müsse berufstätig sein dürfen, wenn sie das wünsche.

Die stellvertretende SPD-Chefin Renate Schmidt versicherte, die Initiative sei kein „herkömmlicher Wahlaufruf“, sondern solle nach dem 22. September fortgeführt werden. Die Familie bezeichnete sie als „das wichtigste gesellschaftspolitische, bildungspolitische und wirtschaftspolitische Thema der nächsten zehn Jahre". Zu den Erstunterzeichnern der „Allianz für die Familie“ gehören auch die GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange, Wissenschaftlerinnen und Unternehmerinnen sowie prominente Schauspieler, darunter Senta Berger und Robert Atzorn.

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