Buenos Aires : Gewalt bei Gewerkschaftsmarsch - 20 Verletzte

Bei Protesten der Transportgewerkschaften in Buenos Aires ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen, bei denen mindestens 20 Menschen verletzt wurden. Ein Generalstreik von Bus- und Taxifahrern wurde vorerst abgewendet.

Buenos AiresDutzende Gewerkschaftsmitglieder haben sich bereits am Montag mit Stöcken bewaffnet und Polizeibeamte mit Steinen beworfen, teilte das Innenministerium mit. Die Einsatzkräfte seien daraufhin mit Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen die Demonstranten vorgegangen. Bei den Auseinandersetzungen wurden den Angaben zufolge 16 Polizisten sowie vier Demonstranten verletzt.

Aus Protest gegen das Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten kündigten die Transportgewerkschaften für die Nacht zu Dienstag einen 24-stündigen Generalstreik an. Dieser wurde in fieberhaften Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Regierung zunächst abgewendet. Präsident Néstor Kirchner habe sich persönlich dafür eingesetzt, teilte der Generalsekretär des Gewerkschaftsbundes CGT, Hugo Moyano, mit. Zugleich betonte er, der Streik sei "aufgeschoben und nicht aufgehoben".

Die Proteste in der Nähe des Regierungssitzes Casa Rosada richteten sich gegen das Vorhaben der Stadtverwaltung von Buenos Aires, für Fahrerlaubnisse für Taxis und Busse neue Bestimmungen einzuführen. Die Transportgewerkschaft UTA, die Taxi- und Busfahrer vertritt, sowie die Gewerkschaft der Lastwagen-Fahrer sehen darin eine Beschränkung des Rechts auf Arbeit. (mit AFP)

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