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Bürgerkrieg : Bundeswehr holt Deutsche aus dem Südsudan

Die Bundesregierung bringt rund 100 Deutsche und Angehörigen anderer Nationen aus dem Südsudan in Sicherheit. In dem Land waren zuletzt immer wieder Kämpfe aufgeflammt.

Zivilisten suchen in einem Haus der Vereinten Nationen Schutz vor den Kämpfen in Juba, Südsudan.
Zivilisten suchen in einem Haus der Vereinten Nationen Schutz vor den Kämpfen in Juba, Südsudan.Foto: dpa

Nach den heftigen Kämpfen der vergangenen Tage im Südsudan hat die Bundeswehr damit begonnen, Deutsche aus dem ostafrikanischen Krisenstaat auszufliegen. Die ersten Bundesbürger wurden nach Angaben des Auswärtigen Amts am Mittwoch mit Transall-Flugzeugen vom Flughafen der Hauptstadt Juba ins Nachbarland Uganda gebracht. Gegen mögliche Raketenangriffe sind die Maschinen besonders geschützt.

"Der Krisenstab der Bundesregierung hat entschieden, deutsche, europäische und internationale Staatsangehörige aus dem Südsudan zu evakuieren", teilte das Auswärtige Amt mit.

Etwa 100 deutsche Staatsbürger werden nach und nach aus dem Land gebracht. Die Sicherheit der Deutschen im Südsudan habe höchste Priorität. In Kooperation mit anderen Ländern würden auch Angehörige weiterer Nationalitäten aus dem Land geflogen. Der Krisenstab der Bundesregierung habe in den vergangenen Tagen dazu mehrfach getagt.

Der Südsudan hatte im Juli 2011 seine staatliche Unabhängigkeit vom Sudan erlangt. Seit 2013 liefert sich Staatspräsident Salva Kiir einen Machtkampf mit seinem Herausforderer Riek Machar. Trotz eines Friedensabkommens und eines vereinbarten Waffenstillstands flammen immer wieder Gefechte auf. In der Nähe der UN-Mission im Südsudan haben mehr als 30.000 Menschen Zuflucht gesucht. (dpa, KNA, AFP)


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