Bürgerkrieg : Heftige Kämpfe in Somalia

Der Konflikt in Somalia zwischen islamistischen Milizen und der faktisch machtlosen, aber international anerkannten Übergangsregierung mit Sitz in Baidoa hat sich weiter zugespitzt.

Mogadischu - Im Gebiet um die 110 Kilometer südlich von Baidoa gelegenen Stadt Dinsoor gab es heftige Kämpfe zwischen den Konfliktparteien. In der von den Islamisten eingenommenen, 250 Kilometer südöstlich von Baidoa gelegenen Hauptstadt Mogadischu sagte der Chef des Obersten Islamischen Rats, Scharif Scheik Ahmed, auf einer Kundgebung im Anschluss an das Freitagsgebet, die Gefechte seien durch einen Angriff einer gemeinsamen Truppe aus somalischen und äthiopischen Soldaten auf islamistische Kämpfer ausgelöst worden.

Nach Angaben des Sprechers des Obersten Islamischen Rats, Abdurahim Ali Muddey, wurden die Regierungstruppen "vernichtend geschlagen". Er fügte hinzu, dass die "heiligen Kämpfer" nun auf den Regierungssitz Baidoa vorrücken würden. Der stellvertretende Verteidigungsminister Salat Ali Dschelle erklärte dagegen in Baidoa, der einzigen von der Übergangsregierung kontrollierten größeren Stadt, islamistische Milizen hätten die Regierungstruppen angegriffen, seien von diesen jedoch "vollkommen besiegt" worden. Offenbar gab es bei den Gefechten zahlreiche Tote, genauere Angaben dazu lagen zunächst aber nicht vor. (tso/AFP)

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