Politik : Bürgerkrieg in Kongo: Ruanda boykottiert Friedensgipfel

Die Bemühungen um ein baldiges Ende des Bürgerkriegs in Kongo haben am Donnerstag einen weiteren Rückschlag erlitten. Der ruandische Präsident Paul Kagame bekräftigte seine Weigerung, an dem Friedensgipfel teilzunehmen, der am Donnerstag in der sambischen Hauptstadt Lusaka mit zweitägiger Verspätung begonnen hat. Ruanda, das eigene Truppen in Kongo hat und dort die Rebellen unterstützt, will auch keinen anderen Regierungsvertreter nach Lusaka entsenden Ruanda wirft dem Gastgeberland Parteilichkeit zu Gunsten der kongolesischen Regierung vor. Während Ruanda Partei im kongolesischen Konflikt ist, hat sich Sambia bisher weitgehend aus dem Krieg herausgehalten. Angola, Namibia und Simbabwe unterstützen die Regierung in Kinshasa; Truppen aus Ruanda, Burundi und Uganda kämpfen dagegen auf der Seite der Rebellen.

Sambias Präsident Chiluba kündigte zu Beginn der Friedensgespräche an, die Vereinten Nationen würden ab dem 26. Februar mit der Stationierung von Beobachtern in Kongo beginnen. 1999 war bereits ein Friedensvertrag unterzeichnet worden. Doch wurde das Abkommen nie umgesetzt; der ermordete kongolesische Präsident Laurent Kabila stoppte zudem die Entsendung von UN-Friedenstruppen.

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