Bürgerkrieg in Syrien : Hinweise auf Chemiewaffen-Einsatz verdichten sich

Die Hinweise auf den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien verdichten sich. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte am Montag in Brüssel, es gäbe immer mehr Hinweis. Die Tageszeitung „Le Monde“ spricht sogar von einem regelmäßigem Einsatz.

Die Hinweise auf den Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg verdichten sich.
Die Hinweise auf den Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg verdichten sich.Foto: dpa

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius zufolge gibt es immer mehr Hinweise auf den Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg. Es gebe sich „mehr und mehr verdichtende Vermutungen“, sagte Fabius am Montag in Brüssel am Rande eines Treffens der EU-Außenminister. Informationen über den „begrenzten Einsatz“ von Chemiewaffen“ müssten sehr genau geprüft werden. „Wir beraten mit unseren Partnern, welche konkreten Konsequenzen daraus gezogen werden müssen“, sagte Fabius.

Die französische Tageszeitung „Le Monde“ berichtete am Montag, dass die syrische Armee bei ihrem Kampf gegen Rebellen regelmäßig Chemiewaffen einsetze. Zwei Reporter der renommierten Zeitung beschrieben, wie sie in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus nach eigenen Angaben „mehrere Tage in Folge“ Zeuge des Einsatzes von Chemiewaffen wurden.

In dem Artikel heißt es, das Gas werde „punktuell“ eingesetzt. Die syrische Armee vermeide, dass sich das Gas großflächig verteile, weil dann klare Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen vorlägen.

Die Zeitung zitiert eine „gut informierte westliche Quelle“ mit der Aussage, die syrische Armee vermische Chemiewaffen unter anderem mit Tränengas, um einen Nachweis des Chemieeinsatzes zu erschweren.
Die Vereinten Nationen hatten die Regierung in Damaskus vergangene Woche erneut aufgerufen, Experten ins Land zu lassen, um den Vorwürfen eines Giftgas-Einsatzes in dem Bürgerkrieg nachzugehen.
Es gebe „immer mehr Hinweise“ dafür, dass Chemiewaffen eingesetzt würden. Die USA sprechen von „starken Beweisen“ dafür, dass die syrische Armee Giftgas einsetzt. Auch UN-Ermittlerin Carla del Ponte sagte Anfang Mai, es gebe starke Hinweise auf einen Einsatz des Giftgases Sarin durch die syrischen Rebellen. Ihre Untersuchungskommission stellte daraufhin aber klar, es gebe dafür keine Beweise. (AFP)

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