Bürgerkrieg in Syrien : Steinmeier zu Vermittlungsgesprächen in Saudi-Arabien und Iran

Am Dienstag reist Außenminister Steinmeier nach Teheran und Riad. Die zerstrittenen Regime spielen eine wichtige Rolle im Syrien-Konflikt.

Auf schwieriger Mission: Außenminister Steinmeier will im Syrien-Konflikt vermitteln.
Auf schwieriger Mission: Außenminister Steinmeier will im Syrien-Konflikt vermitteln.Foto: Michael Kappeler/dpa

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier will die zerstrittenen regionalen Kontrahenten Iran und Saudi-Arabien wieder zu normalen Beziehungen bewegen. Gleichzeitig will er mit seiner am Dienstag beginnenden Reise nach Teheran und Riad Unterstützung für eine Lösung des Syrien-Konflikts bei den Genfer Friedensgesprächen einholen. Der Iran und Saudi-Arabien ringen um Vorherrschaft in der Region und spielen eine Schlüsselrolle bei der Lösung des Konflikts.

Die Syrien-Gespräche hatten am Freitag nach langem Streit über den Teilnehmerkreis begonnen. Sie sollen den fünfjährigen Bürgerkrieg in Syrien mit mehr als 250 000 Toten beenden.

Saudi-Arabien hatte zu Jahresbeginn die Beziehungen zum Iran abgebrochen, nachdem Demonstranten die saudi-arabische Botschaft in Teheran gestürmt hatten. Zuvor waren 47 Menschen in Saudi-Arabien hingerichtet worden, darunter ein schiitischer Geistlicher. Der Iran gilt als Schutzmacht der Schiiten, Saudi-Arabien ist das mächtigste sunnitisch geprägte Land in der islamischen Welt.

Kritik an der Missachtung von Menschenrechten

Steinmeier reist am Dienstag zunächst zu einer Konferenz zum Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) nach Rom. Von dort fliegt er nach Teheran, wo Treffen mit dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif und Präsident Hassan Rohani geplant sind. In Saudi-Arabien nimmt Steinmeier an einem Kulturfestival teil, will bei seinen politischen Unterredungen aber auch Menschenrechtsfragen ansprechen.

Wegen der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien hatte es Kritik an der Reise nach Riad gegeben - sowohl aus der Opposition als auch vom Koalitionspartner CDU. (dpa)

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