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Bürgerkrieg in Syrien : Syrische Armee kündigt Waffenruhe für Aleppo an

Zuvor hatten bereits die USA und Russland eine Feuerpause für die Provinz vereinbart. Sie war Voraussetzung für weitere Friedensgespräche.

Die Region Aleppo ist heftig umkämpft. Bewohner nach einem Luftanschlag auf den Straßen des Bezirks Baedeen.
Die Region Aleppo ist heftig umkämpft. Bewohner nach einem Luftanschlag auf den Straßen des Bezirks Baedeen.Foto: REUTERS/Abdalrhman Ismail

Die syrische Armee hat eine Waffenruhe für die heftig umkämpfte Stadt Aleppo angekündigt. Ab Donnerstag werde ein 48-stündiges "Regime der Ruhe" gelten, hieß es am Mittwoch im syrischen Staatsfernsehen. Zuvor hatten die USA angekündigt, mit Russland eine Waffenruhe für die gleichnamig Provinz vereinbart zu haben. Der Westen sieht dies als Bedingung für weitere Friedensgespräche an.

In Aleppo liefern sich ungeachtet einer im Februar vereinbarten Waffenruhe seit Wochen Regierung und Aufständische heftige Gefechte. Mit "Regime der Ruhe" werden im syrischen Bürgerkrieg regionale, zeitlich begrenzte Feuerpausen bezeichnet.

Die USA und Russland hatten zuvor nach Angaben der Regierung in Washington bereits eine Feuerpause für die heftig umkämpfte syrische Provinz Aleppo vereinbart. Diese sei schon in der Nacht zum Mittwoch in Kraft getreten, teilte das US-Außenministerium am Mittwoch mit. Zuletzt hatte es Befürchtungen gegeben, die jüngsten Kämpfe in Aleppo könnten den Fortbestand der allgemeinen Vereinbarung für eine Waffenruhe in Syrien gefährden, die Ende Februar in Kraft getreten war.

Man erwarte, dass sich Russland bei der Regierung in Damaskus für eine Einhaltung stark mache, erklärte das Ministerium weiter. Die USA würden das ihrerseits bei den Aufständischen tun.

Zuvor hatten insbesondere Deutschland und Frankreich erklärt, eine Feuerpause in der Metropole Aleppo sei Voraussetzung für weitere Friedensgespräche. Trotz der im Februar ausgehandelten Waffenruhe ist die ehemals größte Stadt des Landes Syrien seit Wochen Schauplatz heftiger Kämpfe. Die Friedengespräche in Genf sind festgefahren. (AFP, Reuters)

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