Politik : Bürgermeisterwahlen in Frankreich: Die etwas anderen Kandidaten

Nicht in allen 36 500 Städten und Gemeinden Frankreichs wurden die Kommunalwahlen am Sonntag ganz und gar ernst genommen. So präsentierte sich in dem nordfranzösischen Küstenstädtchen Honfleur den Wählern eine Liste der "Wasserverächter". Im Programm dieser Gruppe findet sich unter anderem der Vorschlag, "eine psychiatrische Klinik für wahnsinnige Rinder" zu bauen. "Besser einen Schwachkopf wie mich, als gar nicht zu wählen", empfiehlt sich der Spitzenkandidat Yan Bourdel. "Wir werden autoritär entscheiden, ohne nach Ihrer Meinung zu fragen. Man wird Ihnen alles versprechen, aber Sie werden nichts bekommen!" Barbusig ging derweil im fünften Pariser Arrondissement die Striptease-Tänzerin "Cindy Lee" in den Wahlkampf. Ihre Liste, auf der auch einige Kandidaten aus der Pariser Nachtclubszene auftauchen, fordert einen freien Tag pro Woche - für die Liebe. Das solle freilich nicht der Sonntag sein, der ja für den Kirchgang bestimmt sei. In der südfranzösischen Hafenstadt Marseille trat am Sonntag dagegen die von mehreren Künstlern und Hundeliebhabern ins Leben gerufene "Dackel-Liste" an - "gegen niemanden, aber um sich zu amüsieren".

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