Politik : Bulgarinnen in Libyen können hoffen

Tripolis - Im Fall der in Libyen zum Tode verurteilten fünf bulgarischen Krankenschwestern und eines palästinensischen Arztes ist nach Angaben der Gaddafi-Stiftung eine Einigung mit den Familien der Opfer erzielt worden. Diese hätten finanzielle Entschädigungen akzeptiert, teilte die Stiftung am Dienstag mit. „Wir haben einen Kompromiss erreicht, der für die Familien der Opfer akzeptabel ist“, sagte der Leiter der Stiftung, Salah Abdessalem. Er hatte die Verhandlungen zwischen Libyen, der Europäischen Union und den Familien der mit HIV infizierten Kinder geleitet. „Die Vereinbarung wird alle Seiten zufrieden stellen und die Krise beenden“ fügte er hinzu. Einzelheiten würden in Kürze bekannt gegeben.

Das Oberste Gericht in Libyen soll heute im letzten Berufungsprozess zu dem Fall über die Todesstrafe entscheiden. Den Beschuldigten wurde vorgeworfen, in einem Krankenhaus in Benghasi 438 libysche Kinder absichtlich mit dem HI-Virus infiziert zu haben. Die seit knapp achteinhalb Jahren Inhaftierten hatten wiederholt ihre Unschuld beteuert und die Aids-Infektionen auf die schlechten hygienischen Zustände in dem Krankenhaus zurückgeführt. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben