Politik : Bund der Nassen

Robert von Rimscha

Foto: Rückeis / Montage: DP

HINTER DEN LINDEN

Im August 2002 war es das Hochwasser, das die Deutschen zusammenschweißte. Und wird derzeit nicht über große Koalitionen im Bund spekuliert, Deutschland als größeres Bremen sozusagen, oder im gemeinsamen Elb-Kampf? Kann es da Zufall sein, dass die Unbill der technologisch unterworfenen Natur jetzt ein Notbündnis der Nassen formt? Als der Franz, also SPD-Fraktionschef Müntefering, in der Nacht zu Dienstag sein Büro im Jakob-Kaiser-Haus des Bundestages betrat, vernahm er kräftiges Rauschen. Aus der Decke schoss ein dicker Wasserstrom. Darüber liegt das Büro von Angela, also CDU-Chefin Merkel, wo ein Rohr gebrochen war. Müntefering musste durch knöcheltiefes Wasser waten. Der Schacht, in den es abfloss, führt ins drunter liegende Büro vom Michael, also CSU-Landesgruppenchef Glos. Natürlich stellte der flugs alarmierte Pförtner das Wasser ab. Es bleibt indes die Allianz der Nassgewordenen.

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